Seit Mitte des Jahres 2001 haben wir das Training im sportlichen Bogenschießen aufgenommen. Von April bis Oktober schießen wir im Freien und in den Wintermonaten in unserer Bogen-Halle. Selbstverständlich hat der Verein auch hier verschiedene Leih-Bögen zur Auswahl.
Bogenschießen im Weilemer Schützenverein
Bogenschießen ist eine koordinationsintensive Sportart, die Körper und Geist gleichermaßen fordert. Sie kann von Jung und Alt betrieben werden und stellt nur minimale Ansprüche an die physische Statur. Egal, ob Riese oder Zwerg, ob kräftig oder schmächtig, beim Bogenschießen sind wir alle gleich und für jeden gibt es das richtige Material. Dennoch ist die körperliche Konstitution ein wesentlicher Grund ab wann man mit dem sportlichen Bogenschießen anfangen kann. Wir sehen als Anhaltspunkt etwas 10-12 Jahre, je nach Konstitution, als Einstiegsalter an.
Konzentrationsfähigkeit, Training und Hingabe bestimmen unseren Sport und letztendlich hängt das Ergebnis nur von jedem selbst ab. Ein wenig Kraft und Koordinationsvermögen sind von Vorteil, beides kann man sich aber auch antrainieren.
Außerhalb von Meisterschaften und Turnieren bieten wir Bogen-Events für Freizeit- und Betriebsgruppen sowie Bogennachmittage für Kindergeburtstage an.
(Sprechen Sie uns gerne einfach darauf an!)
Warnung:
Bogenschießen kann zu akutem Freizeitmangel, hohem Sauerstoffgehalt im Blut sowie starkem Zuwachs der Oberkörpermuskulator führen!
Bogensport in Baden-Württemberg – Präzision trifft Tradition
Der Bogensport gehört zu den traditionsreichsten und zugleich vielseitigsten Disziplinen im Breiten- und Leistungssport. In Baden-Württemberg ist diese faszinierende Sportart in zahlreichen Vereinen aktiv vertreten – und begeistert durch Technik, Konzentration und Vielseitigkeit. Ob olympisch, traditionell oder technisch anspruchsvoll: Der Bogensport bietet für jede*n den passenden Zugang.
Unsere Vereinsarbeit deckt die gängigen Bogentypen ab: Recurve, Compound, Blankbogen und Langbogen. Jeder Bogen hat seine eigene Charakteristik – und spricht damit unterschiedliche Sportler*innen an. Im Folgenden stellen wir die vier Bogentypen vor.
Recurvebogen – Der Olympische Klassiker

Der Recurvebogen ist die bekannteste Bogenform im modernen Bogensport – nicht zuletzt, weil mit ihm bei den Olympischen Spielen geschossen wird. Charakteristisch sind die nach vorn gebogenen Wurfarmenden, die dem Bogen seinen Namen geben („re-curve“ = „zurückgebogen“).
Der Recurvebogen wird mit einem Visier und Stabilisatoren geschossen. Ein Klicker hilft bei der gleichmäßigen Schusstechnik. Die hohe Präzision und der technisch saubere Bewegungsablauf machen das Recurveschießen besonders anspruchsvoll.
Der Recurvebogen eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Viele steigen mit dieser Bogenform in den Sport ein, da er sowohl technische Raffinesse als auch ein gutes Körpergefühl erfordert.
Compoundbogen – Technik für höchste Präzision

Der Compoundbogen ist die modernste Variante im Bogensport. Er arbeitet mit einem ausgeklügelten Sehnen- und Umlenksystem („Cams“), das beim Auszug das Zuggewicht reduziert – und damit ein ruhigeres Zielen ermöglicht („Let-Off“).
Compoundbögen sind hochpräzise und werden mit Visier, Scope, Release und Stabilisatoren geschossen. Sie kommen vor allem im Wettkampfsport zum Einsatz – sowohl in der Halle als auch auf dem Feld oder beim 3D-Schießen.
Aufgrund seiner Komplexität richtet sich der Compoundbogen eher an technisch interessierte Schütz*innen. Wer Freude an Feinjustierung, Präzision und Ausrüstungstechnik hat, findet hier seinen Bogen.
Blankbogen – Der Recurve ohne Visier

Der Blankbogen ist ein Recurvebogen, der ohne Visier, Klicker oder Stabilisatoren geschossen wird. Geschossen wird „instinktiv“ oder über sogenannte Stringwalking-Techniken.
Der Blankbogen fördert ein hohes Maß an Körperbeherrschung, Gefühl und Technik. Es gibt klare Regeln für Turniere und Meisterschaften, insbesondere in der Halle oder im Freien (WA-Regeln).
Diese Bogenart spricht vor allem Schütz*innen an, die sich auf das Wesentliche konzentrieren und bewusst auf technische Hilfsmittel verzichten wollen. Auch für Fortgeschrittene ist der Blankbogen eine Herausforderung in Bezug auf Technik und Konstanz.
Langbogen – Tradition in ihrer reinsten Form

Der Langbogen ist die ursprünglichste Form des Bogens. Meist aus einem Stück Holz gefertigt, verzichtet er komplett auf technische Hilfsmittel – kein Visier, kein Stabilisator, keine Pfeilauflage.
Geschossen wird traditionell, meist instinktiv – also ohne Zielhilfe. Der Langbogen steht für Handwerk, Intuition und Naturverbundenheit. Er findet vor allem beim 3D-Schießen im Gelände oder auf historischen Turnieren Anwendung.
Der Langbogen ist ideal für Traditionalisten, die das Ursprüngliche suchen – und bietet ein besonders intensives Schießerlebnis.
Bogenarten im Überblick
| Bogenart | Visier erlaubt | Zielhilfe | Schwierigkeitsgrad | Anwendungsbereiche |
|---|---|---|---|---|
| Recurvebogen | ✅ | Klicker, Stabilisatoren | Mittel | Halle, Freiluft, Olympia |
| Compoundbogen | ✅ (Scope) | Release, Zieloptik | Hoch | Wettkampf, 3D, Feld |
| Blankbogen | ❌ | Keine | Mittel–Hoch | Halle, Freiluft |
| Langbogen | ❌ | Keine | Hoch | Tradition, 3D, Gelände |
Ob klassisch oder modern – der Bogensport in Baden-Württemberg lebt von seiner Vielfalt. Bei uns im Verein kannst du alle Disziplinen kennenlernen, ausprobieren und vertiefen. Komm vorbei und finde deinen Bogen!



